Das Projekt „Kleine Sprachfüchse“ ist ein strukturiertes Förderprogramm zur Stärkung sprachlicher Kompetenzen bei Kindern im Vorschulalter. Es kombiniert direkte Förderung der Kinder mit der Ausbildung von pädagogischen Fachkräften/Lehramtsstudenten an der Universität Bielefeld.
Ziel ist es, sprachliche Bildung frühzeitig, systematisch und nachhaltig zu verankern.
Sprachkompetenz ist eine zentrale Voraussetzung für Bildungserfolg und gesellschaftliche Teilhabe. Empirische Studien belegen, dass sich Unterschiede in der Sprachentwicklung bereits im frühen Kindesalter deutlich ausprägen und sich im weiteren Bildungsweg häufig verstärken. Besonders betroffen sind:
Hier setzt das Förderprogramm „Kleine Sprachfüchse“ an.
Übergeordnetes Ziel
Verbesserung der sprachlichen Kompetenzen von Kindern im Vorschulalter zur Erhöhung von Bildungschancen und Teilhabemöglichkeiten.
Teilziele
Das Projekt verfolgt einen praxisintegrierten und personenzentrierten Ansatz, der gezielt auf zusätzliche sprachförderliche Interaktionen im Alltag abzielt.
Diese strukturelle Fokussierung ermöglicht eine hohe Präsenz und kontinuierliche Beziehungsarbeit mit den Kindern.
Die Förderung erfolgt situativ und eingebettet in den Tagesablauf
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf
Der Projektansatz basiert auf mehreren zentralen Wirkannahmen:Hohe Präsenz der Förderkräfte
Motivation der Kinder
Qualität der Interaktion:
Das Projekt wird in kooperierenden Kindertageseinrichtungen in ausgewählten Sozialräumen umgesetzt und umfasst
Die studentischen Hilfskräfte agieren als ergänzende Ressource mit klarem Förderauftrag.
Die Maßnahme ist auf nachhaltige Wirkung ausgelegt:
Die Idee für „Kleine Sprachfüchse“ ist im Bielefelder Stiftungsnetzwerk entstanden. Hier kommen engagierte Stiftungen zusammen, um gemeinsam gesellschaftliche Herausforderungen in Bielefeld aufzugreifen und Lösungen zu entwickeln.
Den Stiftungen bereitete es Sorgen, dass viele Kinder bei der Einschulung noch nicht über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen. Damit fehlt ihnen eine wichtige Grundlage für einen erfolgreichen Start in die Schule. Die Stiftungen sahen deshalb einen konkreten Handlungsbedarf und wollten mit ihren Möglichkeiten dazu beitragen, Kinder frühzeitig und gezielt zu unterstützen.
Gleichzeitig war klar, dass mit den begrenzten Mitteln der einzelnen Stiftungen keine parallelen Einzelangebote entstehen sollten. Gesucht war vielmehr ein gemeinsames, wirksames und nachhaltig angelegtes Förderprogramm. So entstand die Idee zu „Kleine Sprachfüchse“.
Das Programm wurde in enger Zusammenarbeit mit der Sozialplanung der Stadt Bielefeld und der Universität Bielefeld entwickelt. Dabei wurden die fachlichen Kompetenzen und Erfahrungen der beteiligten Partner zusammengeführt, um ein passgenaues Angebot für die Sprachförderung von Kindern zu schaffen.
Die Schulungs- und Koordinierungskosten des Programms werden von der Stadt Bielefeld und der Universität Bielefeld getragen. Die der Finanzierung der Förderkräfte (studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskräfte) wird durch die Martini-Stiftung, sowie durch zahlreiche weitere Stiftungen aus dem Bielefelder Stiftungsnetzwerk geleistet.
„Kleine Sprachfüchse“ ist damit ein Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn Stiftungen ihre Kräfte bündeln und gemeinsam mit öffentlichen und wissenschaftlichen Partnern Verantwortung übernehmen: Aus vielen einzelnen Möglichkeiten wird eine gemeinsame Initiative, die Kindern bessere Chancen für ihren Bildungsweg eröffnet.
Maximilian MusterfrauVorstandsvorsitzender
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